Flüssig speichern.
Methanol ist bei üblichen Umgebungstemperaturen und atmosphärischem Druck flüssig. Geeignete Tanks ermöglichen die Lagerung ohne Hochdruckspeicherung oder Tiefkühlung.
ResiConMe entwickelt ein neues Reaktor- und Prozesskonzept für die Herstellung von Methanol aus CO₂, Wasser und erneuerbarem Strom. Im Mittelpunkt stehen ein modularer isothermer Filamentreaktor und die Kopplung mit der Hochtemperatur-Co-Elektrolyse.
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ResiConMe verfolgt die Idee, Kohlenstoff im Kreislauf zu führen: CO₂ wird als Rohstoff genutzt und mit Wasser und erneuerbarem Strom zu Methanol verarbeitet.
Methanol dient anschließend als chemischer Rohstoff oder Energieträger. Wird bei seiner Nutzung CO₂ freigesetzt, kann dieses erneut gewonnen und in die Herstellung zurückgeführt werden. Bei biogenem CO₂ schließt sich der Kreislauf über die Aufnahme durch nachwachsende Biomasse.
So verbindet das Konzept die Nutzung von CO₂ mit der Speicherung erneuerbarer Energie und einer regionalen Rohstoffversorgung. Besonders im Fokus steht biogenes CO₂ aus Biogasanlagen.

Erneuerbare Energie wird nicht immer dort und dann erzeugt, wo sie gebraucht wird. Methanol macht diese Energie in flüssiger Form speicherbar und transportierbar. Es lässt sich in Tanks lagern und an andere Standorte bringen.
Methanol ist bei üblichen Umgebungstemperaturen und atmosphärischem Druck flüssig. Geeignete Tanks ermöglichen die Lagerung ohne Hochdruckspeicherung oder Tiefkühlung.
Als Flüssigkeit lässt sich Methanol pumpen und über geeignete Tank- und Transportinfrastruktur verteilen. Produktion und Nutzung können räumlich voneinander getrennt sein.
Methanol kann als chemischer Rohstoff, als Kraftstoff für Schiffsantriebe und zur Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt werden. Durch Weiterverarbeitung zu synthetischen Flugkraftstoffen (E-Kerosin) eröffnet es zudem Anwendungen in der Luftfahrt. Es verbindet Energiespeicherung mit Industrie und Mobilität.
Gasförmige Energieträger benötigen für eine kompakte Speicherung häufig Verdichtung oder Verflüssigung. Besonders Wasserstoff erfordert bei diesen Speicherwegen spezielle Anlagen: hoher Druck oder extrem niedrige Temperaturen bedeuten zusätzlichen technischen und energetischen Aufwand.
Die flüssige Form bietet Vorteile für die langfristige Lagerung und den Transport. Für kurzfristige Stromspeicherung mit direkter Rückverstromung bieten Batterien eine hohe Effizienz; Methanol ergänzt diese durch längere Speicherung, Transport und stoffliche Nutzung.
ResiConMe ist ein Gemeinschaftsprojekt der Hochschule München (HM) und KIB Engineering & Consulting. Wissenschaftliche Modellierung und experimentelle Arbeit treffen auf verfahrenstechnisches Engineering und Anlagenplanung.
Forschung und Entwicklung, Prozess- und Reaktorsimulation sowie wissenschaftliche Begleitung der Versuche bilden die Basis für die Bewertung und Weiterentwicklung des Konzepts.

KIB trägt die Projektabwicklung und verbindet die Forschung mit Engineering, Prozessintegration und Anlagenplanung — vom Reaktorkonzept bis zur praktischen Umsetzung in Prozessanlagen.
Förderung der Forschung und Entwicklung
Die Entwicklung von ResiConMe wird durch die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) gefördert.
Das gemeinsame Ziel: Erkenntnisse aus Simulation und Labor schrittweise in einen belastbaren, modularen Methanolprozess überführen.
ResiConMe verbindet einen modularen isothermen Filamentreaktor mit der Hochtemperatur-Co-Elektrolyse und einer integrierten Wärmeführung. Der technische Ansatz liegt im Zusammenspiel dieser Komponenten zu einem kompakten, modularen Gesamtprozess.

Die additiv gefertigte Filamentstruktur verbindet Katalysatorintegration und gezielte Wärmeabfuhr. Kurze Wärmewege unterstützen eine möglichst gleichmäßige Temperaturführung.
Die Co-Elektrolyse liefert Wasserstoff und Kohlenmonoxid für die Methanolsynthese. Die abgestimmte Prozessführung zielt darauf ab, Methanol mit hoher Reinheit bei hohem Gesamtwirkungsgrad zu erzeugen — mit möglichst geringer zusätzlicher Aufbereitung bis hin zum vollständigen Verzicht darauf.
Reaktormodule, Gasbereitstellung und Wärmeintegration bilden eine gemeinsame Anlagenarchitektur. Die Kopplung ist ein fester Bestandteil des Prozesskonzepts.
Verglichen werden ausgewählte Referenzansätze — separate H₂-Erzeugung mit CO₂-Hydrierung, konventionelle Rohr-/Festbettreaktoren und große zentrale Anlagen.
| Vergleichspunkt | Referenzansatz | ResiConMe-Konzept |
|---|---|---|
| Synthesegas | Separate H₂-Erzeugung und anschließende CO₂-Hydrierung | Hochtemperatur-Co-Elektrolyse liefert CO-/H₂-Synthesegas. |
| Reaktor und Wärme | Katalysatorschüttung in Rohr- oder Festbettreaktoren | Definierte Filamentstruktur mit gezielter Wärmeabfuhr und isothermer Reaktionsführung |
| Produktaufbereitung | Wasserbildung bei CO₂-Hydrierung; zusätzliche Abtrennung erforderlich | Abgestimmte Prozessführung mit dem Ziel eines hochreinen, direkt nutzbaren Methanols — mit minimaler zusätzlicher Aufbereitung bis hin zum vollständigen Verzicht darauf |
| Anlagenaufbau | Große zentrale Produktionsanlagen | Modulare, containerbasierte Architektur für regionale Standorte und schrittweisen Ausbau |
Die Differenzierung liegt im konkreten Zusammenspiel der Komponenten. Wärmeintegration und Modularisierung werden auch in anderen Anlagenkonzepten genutzt.
ResiConMe stimmt Synthesegaserzeugung, Methanolsynthese und Produktabtrennung aufeinander ab. Wärme wird innerhalb des Prozesses zurückgewonnen, nicht umgesetzte Gase werden gezielt zurückgeführt. So werden Stoff- und Energieströme gemeinsam betrachtet.
Das Gas aus der Co-Elektrolyse wird verdichtet, gekühlt und entwässert, bevor es in den Reaktor gelangt.
Die Wärmeführung unterstützt die Temperaturkontrolle im Reaktor und die Versorgung geeigneter Prozessschritte.
Nicht umgesetzte Gase werden erneut genutzt. Das beeinflusst Ausbeute, Gaszusammensetzung und Energiebedarf.

Ein erfolgreicher Laborversuch ist der Anfang. Dauerbetrieb, Skalierung und Prozesskopplung sind die nächsten Aufgaben.
Prozessmodelle, Reaktorkonzept und Wärmeintegration bilden die Grundlage der Entwicklung.
Filamente wurden gefertigt und mechanisch geprüft. Die Präsentation vom Oktober 2026 zeigt erfolgreiche Laborversuche mit CO und einen Vergleich von Messdaten und Simulation.
Reaktortests sollen die Auslegung eines eigenständigen Containertechnikums fundieren. Dort stehen Wärmeführung, Regelbarkeit und Langzeitstabilität im Fokus.
In Phase 4 werden Hochtemperatur-Co-Elektrolyse und Methanolsynthese im Technikum physisch und verfahrenstechnisch gekoppelt. Dabei fließen die Erkenntnisse aus Phase 3 in die integrierte Demonstration ein.
Planungsstand: Präsentation vom 5. Oktober 2026. Zukünftige Zeiträume sind Entwicklungsziele; ihre Umsetzung hängt von technischen Nachweisen, Standort, Genehmigungen und Finanzierung ab.

Containerbasierte Module sollen unterschiedliche Anlagengrößen und Einsatzorte ermöglichen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus geeigneter CO₂-Quelle, erneuerbarer Energie, Infrastruktur und Methanolnutzung.
Der PoC mit CO wurde erfolgreich absolviert. Die in der Präsentation gezeigten Methanolmesswerte liegen in den untersuchten Betriebspunkten über den berechneten Modellwerten.

Das bisherige Prozessmodell mit Wärmeintegration erreicht rund 61 %. In Phase 4 wird der Gesamtwirkungsgrad im physisch gekoppelten Betrieb untersucht.
Diese Kapazität bildet die industrielle Referenzgröße für Simulation, Planung und die weitere Skalierung.
Erreicht: Methanolbildung in Laborversuchen mit CO; die neue Präsentation zeigt Messdaten für mehrere Betriebszustände und deren Vergleich mit der Simulation.
Einordnung: In den Laborversuchen wurde hochreines Methanol abgeschieden. Die Ergebnisse stärken die experimentelle Grundlage der Reaktorentwicklung und unterstützen das Ziel, Methanol mit hoher Reinheit bei hohem Gesamtwirkungsgrad zu erzeugen.
Nächster Schritt: Größere Reaktorverbünde, Wärmeführung und Langzeitstabilität sollen in Phase 3 untersucht werden. Als Arbeitsziel sind 1.000–2.000 Betriebsstunden vorgesehen. Die gekoppelte SOEC-Methanolsynthese folgt in Phase 4.
Dauerbetrieb, Katalysatorverhalten, Regelbarkeit und Scale-up bleiben zentrale Entwicklungsaufgaben. Phase 4 untersucht den gekoppelten Gesamtbetrieb. Die Pilotierung liefert anschließend Betriebsdaten für die Bewertung der industriellen Wirtschaftlichkeit.
ResiConMe nutzt erneuerbaren Strom und geeignete CO₂-Quellen zur Herstellung von Methanol. Besonders biogenes CO₂ eröffnet die Möglichkeit, Kohlenstoff im Kreislauf zu führen. Wo CO₂ nach der Methanolnutzung zurückgewonnen wird, kann es erneut als Rohstoff eingesetzt werden.
ResiConMe entwickelt eine technologische Basis für die regionale Herstellung von Methanol. Daraus entstehen Perspektiven für Reaktormodule, integrierte Prozessanlagen und die langfristige Begleitung ihres Betriebs.
Reaktormodule, Engineering und Integration für Anlagenbauer und Betreiber; Lizenzierung als weitere Möglichkeit.
Simulation und digitaler Zwilling für Auslegung und Betriebsoptimierung, ergänzt durch Monitoring und Wartungsunterstützung.
Methanolproduktion an geeigneten Standorten mit erneuerbarer Energie und verfügbaren CO₂-Quellen — gemeinsam mit Standort- und Umsetzungspartnern.
Das modulare Anlagenkonzept ermöglicht eine schrittweise Erweiterung der Produktionskapazität durch zusätzliche Module. So lässt sich die Anlagengröße an verfügbare CO₂-Mengen, erneuerbare Energie und den Methanolbedarf anpassen.
Standardisierte Module eröffnen zudem Potenziale für eine wiederholbare Fertigung und eine effizientere Planung, Installation und Wartung — beim Ausbau eines Standorts und bei der Umsetzung an weiteren Standorten.
Methanol verbindet erneuerbare Stromerzeugung mit einer langfristig speicherbaren und transportierbaren Energieform. Es kann als chemischer Rohstoff, als Kraftstoff für Schiffsantriebe und zur bedarfsgerechten Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt werden. Als Ausgangsstoff für synthetische Flugkraftstoffe (Methanol-to-Jet) eröffnet es zusätzliche Potenziale für die Luftfahrt.
Die regionale Herstellung aus erneuerbarer Energie und verfügbaren CO₂-Quellen eröffnet Potenziale für heimische Wertschöpfung und eine geringere Abhängigkeit von importierten fossilen Rohstoffen und Energieträgern.
Entdecken Sie ResiConMe im kompakten One-Pager oder in der ausführlichen Präsentation. Die Dokumentbereiche enthalten die jeweils bereitgestellten Fassungen.
Neuigkeiten zum Projekt, zu Veranstaltungen und zum gemeinsamen Entwicklungsweg.

Besuchen Sie ResiConMe vom 20. bis 22. Oktober 2026 auf der Hamburg Messe: Halle B5, Stand SZ20.
Wir stellen unser Reaktor- und Prozesskonzept für erneuerbares Methanol aus CO₂, Wasser und erneuerbarem Strom vor. Im Mittelpunkt stehen die Kopplung von Hochtemperatur-Co-Elektrolyse und Methanolsynthese sowie die Perspektiven modularer Prozessanlagen.
Wir freuen uns auf den Austausch mit Entwicklungs-, Standort- und Umsetzungspartnern. Vereinbaren Sie Ihren Gesprächstermin mit Markus Kirchenbauer: markus.kirchenbauer@kib-gmbh.de oder +49 89 7263101-10.
Zur Messewebsite ↗Sie entwickeln Technologien, betreiben einen geeigneten Standort oder gestalten industrielle Wertschöpfung? ResiConMe bietet Anknüpfungspunkte für Entwicklungskooperationen, Standortprojekte und langfristige strategische Partnerschaften.
Kontakt aufnehmen ↗KIB Engineering & Consulting GmbH
markus.kirchenbauer@kib-gmbh.de ↗Hochschule München
robert.meier-staude@hm.edu ↗Kontakt zum Unternehmen
info@resiconme.de ↗ResiConMe GmbH
Bürgermeister-Ertl-Straße 28a
82178 Puchheim
ResiConMe GmbH
Zeppelinstraße 4
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